Was ohne Ruhepausen geschieht, ist nicht von Dauer.
Ovid – römierscher Dichter (43 v. Chr. – 17 n. Chr.)
Allgemeines
Floaten oder Floating (deutsch: Schweben / auf dem Wasser treiben) bedeutet, an der Oberfläche einer nahezu gesättigten Lösung aus Wasser und Salz zu schweben. Die Last des eigenen Körpergewichts entfällt und Körper und Geist entspannen sich vollkommen.
Dank einer konstanten Wasser- und Lufttemperatur von rund 35°C, die genau der Temperatur der menschlichen, äußeren Haut- und Körpertemperatur entspricht, nehmen Sie während des Floatens keine Temperaturunterschiede wahr – es kommt kein Wärme- oder Kälteempfindung auf. Ihr Körper ist ideal temperiert und muss keine Energie aufwenden, um Temperaturschwankungen auszugleichen. Sie werden beim Floaten erleben, wie sich in dieser schwerelosen Ruhe die Grenzen des Körpers aufzulösen scheinen.
Reizeinwirkung & Reizentzug
Im beruflichen und privaten Alltag ist nahezu jeder Mensch gegenwärtig einer sehr große Mengen an Umwelteinflüssen ausgesetzt, um den individuellen Anforderungen zu entsprechen. Folgerichtig nutzt das menschliche Gehirn tagsüber mehr als 80% seiner Kapazität dazu, diese Außenreize zu filtern und vorwiegend nachts zu verarbeiten und diese gedanklich zu reflektieren. Eine hieraus entstehende oder mögliche Reizüberflutung kann Stress auslösen, welcher beginnend zu Anspannung und Übermüdung und letztlich einem Burnout führen kann.
Daher ist eine schnelle, tiefgreifend physische und mentale Entspannung der Schlüssel, um dieser Flut an Reizen zu entkommen und ein weitaus besseres Lebensgefühl wieder zu erlangen.
Nutzen Sie bei Float Würzburg die Möglichkeit, Ihren Alltag für ein paar Stunden loszulassen, abzuschalten und einfach nur zu entspannen.
Wirkung
Sie können bei uns in absoluter Stille oder mit meditativer Musik, in völliger Dunkelheit oder bei gedämpftem Licht floaten. Die geschützte Umgebung, die Wärme und das Gefühl, vom Wasser getragen zu werden, lösen Stress und Alltagshektik in kurzer Zeit auf. Beim Floaten ist Ihr Bewusstsein von jeglichen Sinneswahrnehmungen entlastet, besonders wenn Sie die Musik und das Licht ganz auszuschalten:
- keine Schwerkraft
- keine Lagebestimmung des Körpers
- keine Geräusche
- keine visuellen Einflüsse
- keine Temperaturempfindung
Es ist sehr empfehlenswert, textilfrei zu floaten, da selbst eng anliegende Badebekleidung nur unnötig zusätzliche Reize verursachen könnte.
Erleben und genießen Sie diese einzigartige Erfahrung der Schwerelosigkeit!
Gesundheitliche Aspekte
Floaten ist nicht nur eine faszinierende Erfahrung von Schwerelosigkeit, Ruhe und Entspannung, sondern es führt auch zu einer Vielzahl positiver Effekte auf Körper und Geist. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht wissenschaftlich nachgewiesener Wirkungen:
Ein Auszug:
- Tiefenentspannung der Muskulatur: Durch die Schwerelosigkeit werden Wirbelsäule, Gelenke und Muskeln entlastet, was Verspannungen effektiv löst.
- Schmerzlinderung: Hilft bei chronischen Schmerzen, Rückenschmerzen, Migräne sowie Gelenkbeschwerden (Rheuma).
- Hautpflege: Die hochkonzentrierte Sole (meist Bittersalz) wirkt positiv bei Hautleiden wie Neurodermitis oder Akne und macht die Haut zart.
- Regeneration: Besonders im Sportbereich fördert es die Regeneration des Körpers, indem Stresshormone wie Kortisol, Adrenalin und Laktat im Blut reduziert werden.
- Unterstützung von Heilungsprozessen: Die körperliche Entlastung fördert die Erholung nach Verletzungen.
Ein Auszug:
- Stressreduktion: Das Fehlen externer Reize führt zu einer tiefen mentalen Entspannung und reduziert das Stressempfinden.
- Förderung der Kreativität: Durch die Reizabschirmung (80% der Gehirnkapazität wird entlastet) entsteht Raum für neue Gedanken und mentale Klarheit.
- Erhöhte Stresstoleranz: Die Effekte des Floatens können das allgemeine Stresslevel senken, wobei die Wirkung oft tagelang anhält.
- Psychisches Wohlbefinden: Es kann helfen, depressive Zustände zu verringern und führt oft zu einem Gefühl der tiefen inneren Ruhe.
Ausschlusskriterien
Das Würzburger Float ist eine Wellness-Spa im Kontext der Freizeitgestaltung und Erholung und daher keine medizinische Einrichtung mit einer therapeutischen Anwendungsbegleitung.
Das Einsteigen in das Float-Becken sowie dessen Verlassen nach dem Floaten muss eigenständig vorgenommen werden.
Gegenanzeichen bzgl. Floaten sind u.a.:
- Frisch gefärbte oder getönte Haare
- Schäden / Verletzungen am Trommelfell
- (Unbehandelte) Epilepsie
- Offene (großflächige) Wunden / Hautstellen
- Frischen bzw. kürzlich erfolgten Operationen
- Infektiöse Erkrankungen
- Blasenschwäche
- Thrombose
- Borderline-Persönlichkeitsstörung
- (Gravierende) Herzerkrankungen sowie implantierter Herzschrittmacher
- Psychotische Anfälle, Psychosen und Depressionen
- Einfluss von bewusstseinsverändernder und -beeinflussende Substanzen (Alkohol, Drogen, Medikamente u.ä.)
- Kreislaufprobleme (Indiz: Abstützen, Anlehnen und Festhalten an Wänden, Türrahmen o.ä.)
- Schwangerschaften im 9. Monat und kurz nach der Entbindung
- Jugendliche unter 16 Jahren
Die Geschichte des Floatens: Von der Gehirnforschung zur Tiefenentspannung
Der Floating-Tank (auch Isolationstank genannt) blickt auf eine faszinierende Entwicklungsgeschichte zurück. Erfunden wurde er Mitte der 1950er Jahre von dem renommierten Gehirnforscher John C. Lilly (1915–2001). Im Auftrag des National Institute for Mental Health untersuchte Lilly eine zentrale Frage der Wissenschaft: Wie reagiert das menschliche Gehirn auf totalen Reizentzug (Sensory Deprivation)?
John C. Lilly: Pionier der Bewusstseinsforschung
Während einige Forscher damals fürchteten, das Gehirn könne ohne äußere Reize Schaden nehmen, bewies Lilly das Gegenteil. 1954 baute er den ersten Isolationstank und belegte in zahlreichen Experimenten, dass Reizentzug bestimmte Hirnfunktionen sogar anregt. Seine Studien zeigten:
- Der Aufenthalt im Tank fördert die Kreativität.
- Das Gehirn bleibt ohne Außenreize hochaktiv.
- Es stellen sich Zustände tiefer mentaler Klarheit ein.
Lilly widmete Jahrzehnte der Erforschung dieser wohltuenden Wirkung, gründete ein eigenes Institut und machte das Floating weltweit bekannt.
Wissenschaftliche Belege durch Michael Hutchison
Ein weiterer Meilenstein für die Verbreitung des Wissens war das Werk von Michael Hutchison. Der US-Wissenschaftsjournalist veröffentlichte 1984 ein umfassendes Buch, das über 300 Studien amerikanischer Universitäten zusammenfasste. Hutchisons Analysen untermauerten die vielseitigen Anwendungsbereiche des Floatings – von der Stressreduktion bis hin zur Leistungssteigerung.
Floaten in der modernen Hirnforschung
Dank moderner Messmethoden entdeckt die heutige Hirnforschung immer präzisere Zusammenhänge zwischen Hirnfrequenzen und Bewusstseinszuständen. Der Isolationstank bleibt dabei ein zentrales Instrument, um die menschliche Erfahrung von Tiefenentspannung und erweiterten Bewusstseinszuständen zu untersuchen.
Die Kombination aus physischer Schwerelosigkeit und der Reduktion von Sinnesreizen bietet ein enormes Potenzial für die Zukunft – sowohl für die therapeutische Nutzung als auch für die Erforschung des menschlichen Geistes.
Dr. John C. Lilly: Pionier der Hirnforschung und Erfinder des Floating-Tanks
Dr. John Cunningham Lilly (1915–2001) war einer der einflussreichsten und außergewöhnlichsten Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts. Als Physiker, Mediziner und Neurobiologe prägte er die moderne Hirnforschung und gilt heute als der Vater der sensorischen Deprivation.
Werdegang und wissenschaftliche Durchbrüche
Lilly wurde 1915 in Minnesota geboren und genoss eine exzellente Ausbildung an Elite-Instituten wie dem Caltech und der University of Pennsylvania. Schon früh spezialisierte er sich auf die Erforschung komplexer Gehirnstrukturen von Menschen, Primaten und Delphinen.
Ein Meilenstein seiner frühen Karriere war die Entwicklung schmerzfreier Elektroden-Messungen. Damit war es erstmals möglich, Hirnaktivitäten in Echtzeit sichtbar zu machen, was ihn zum Wegbereiter der modernen Neurologie machte.
Die Entdeckung der sensorischen Deprivation
Bald distanzierte sich Lilly von invasiven Forschungsmethoden an Tieren und wandte sich der Frage zu, wie das Bewusstsein auf den Entzug von Außenreizen reagiert. Am National Institute for Mental Health (NIMH) untersuchte er Faktoren wie Licht, Klang und Temperatur.
Um eine Umgebung ohne jegliche Ablenkung zu schaffen, entwickelte er den ersten Prototyp des Isolationstanks:
- Erste Versuche: In schallisolierten Dunkelkammern störten Schwerkraft und Druckpunkte noch immer das Nervensystem.
- Die Innovation: Lilly erkannte, dass nur das horizontale Schweben in einer hochkonzentrierten Salzlösung eine vollständige Tiefenentspannung und die totale Reduktion externer Stimuli ermöglicht.
- Das Ergebnis: Die Geburtsstunde des modernen Floating-Tanks.
Forschungsethik und die Wende zur Delphinforschung
Als die US-Regierung während des Koreakrieges begann, sich für den Isolationstank als Instrument zur Manipulation („Gehirnwäsche“) zu interessieren, zog Lilly konsequente Schlüsse. Er verließ das Institut und gründete auf den Virgin Islands ein eigenes Labor. Dort widmete er sich fortan der Kommunikation mit Delphinen und Walen, da er in ihnen dem Menschen ebenbürtige Intelligenzen sah.
Autor, Visionär und Philosoph
Zwischen 1968 und 1978 wurde Lilly zu einer Leitfigur der Gegenkultur. In seinen zahlreichen Büchern und während seiner Lehrtätigkeit am berühmten Esalen-Institut in Kalifornien setzte er sich für folgende Themen ein:
- Eine menschliche Kultur ohne Waffen und Tierversuche.
- Den Schutz der Meere und Umwelt.
- Den Dialog zwischen westlicher Wissenschaft und östlicher Philosophie (Buddhismus).
Das Vermächtnis von John C. Lilly
Dr. Lilly verbrachte seine letzten Lebensjahre auf Hawaii, wo er 2001 im Alter von 86 Jahren verstarb. Er hinterließ ein umfangreiches Werk, das bis heute Wissenschaftler, Therapeuten und spirituell Suchende weltweit inspiriert. Sein Name bleibt untrennbar mit der Erforschung des menschlichen Bewusstseins und der Heilkraft des Floatens verbunden.
Häufig gestellte Fragen
Kein Heilversprechen
"Wird das Solewasser nach jedem Floaten wieder aufbereitet?"
Um höchste hygienische Standards (vergleichbar mit der DIN 19643 für Schwimmbecken) zu gewährleisten, wird das Floatwasser in einem geschlossenen Kreislauf stetig umgewälzt.
Die automatisierte und permanent laufende Überprüfung der Wasserqualität sorgt dafür, dass je Verschmutzungsgrad entsprechend Chlor zugegeben wird.
Der extrem hohe Salzgehalt der Sole (ca. 25–30 % Magnesiumsulfat) wirkt bereits von Natur aus antiseptisch, da den meisten Mikroorganismen durch Osmose das Wasser entzogen wird.
Nach jedem Floatdurchgang wird das Wasser zudem durch einen Sandfilter mechanisch von materiellen bzw. physischen Rückständen gereinigt.
Das Solewasser wird gereinigt und desinfiziert, ist jedoch nicht medizinisch steril.
"Wie wird eine hohe Solequalität gewährleistet?"
Das Solewasser wird über das verwendete Salz auf natürliche Weise gereinigt, durch einen Sandfilter mechanisch und chemisch durch Zugabe von Chlor. Die Werte entsprechen der DIN 19643 für Schwimmbäder.
Die Solequalität wird regelmäßig überprüft:
- Kontrolleinheit der Floatanlage
- manuelle Messungen und Überprüfung
- Unabhängiges, externes Institut für chemische Analyseverfahren
Die Technik der Floatanlage selbst wird von OSPA, einem der führenden Hersteller von Pool- und Schwimmbadaufbereitungsanlagen mit langjähriger Erfahrung hergestellt.
"Was sollte ich vor dem Floaten beachten?"
Im Grunde genommen müssen Sie nichts Besonderes beachten.
Um entspannendes und hygienisches Floaten zu ermöglichen, weißen wir doch auf Folgendes hin:
- Das Färben oder Tönen von Haaren sollte nicht innerhalb von einer Woche zuvor erfolgen.
- Rasuren oder das Epilieren zur Haarentfernung sollten wenigsten 24 Stunden vor dem Floaten nicht mehr durchgeführt werden. Mit dem Kontakt zum Salzwasser kann es an den irritierten oder verletzten Hautstellen zu mehr oder weniger starkem Brennen kommen. Dies klingt zwar ab, ist aber zunächst erst einmal durchaus unangenehm.
- Vermeiden Sie unmittelbar vor dem Floaten die Einnamen von Kaffee oder Alkohol. Dies kann durchaus zu gesundheitlichen Herausforderungen führen und das Floaterlebnis negativ beeinflussen.
- Vermeiden Sie auch vor dem Floaten die Zusichnahme von großen Mengen an Nahrung und/oder von stark fetthaltigem Essen.
In einigen wenigen Fällen ist es bereits vorgekommen, dass ein voller Magen beim Treiben in der Schwerelosigkeit zur sog. Seekrankheit geführt hat: Einem wurde schlecht und das Erlebnis musste abgebrochen werden.
"Ist Floaten während der Schwangerschaft möglich?"
Das Floaten während einer Schawangerschaft ist nicht nur möglich, sondern bis einschließlich dem 8. Monat sehr empfehlenswert.
Durch die Schwerelosigkeit werden Knochen, Muskeln und Gelenke entspannt.
Durch die angenehm empfundene Umgebung kann auch eine besondere Beziehung und Wahrnehmung von der Mutter und dem ungeborenen Kind empfunden werden.
Lediglich ab dem 9. Schwangerschaftsmonat ist das Floaten ausgeschlossen, da die Wasssertemperatur und die entspannte Umgebung eine vorzeitige Geburt auslösen kann.
Vorsichtshalber sollten sich Schwangere vorab sich ärtzlichen Rat einholen und einen Floatbesuch aus medizinischer Sicht abklären lassen.
"Darf ich während meiner Regelblutung floaten?"
Während der Menstruation ist das Floaten möglich, sofern spezielle Hygienevorkehrungen getroffen sind:
- Verwendung von speziellen für das Schwimmen vorgesehenen Tampons
- Verwendung von Menstruationstassen
"Ist das Floaten mit Platzangst möglich?"
Grundsätzlich ist das Floaten mit Platzangst möglich.
Das Becken hat eine Dimension von knapp 2 auf 2,5 Meter und befindet sich in einem offenen Raum.
Das Floaten sollte im Idealfall in kompletter Dunkelheit und ohne Musik durchgeführt werden, so dass man das Gefühl für Zeit und Raum völlig verlieren kann.
"Muss ich etwas zum Floaten mitbringen?"
Sie bekommen von uns ein Grundsortiment an Handtüchern, ggf. Badeschuhe sowie Bademäntel, sowie an Pflegeprodukten inklusive gestellt. Kaltgetrränke oder ein Wasser bieten wir aus gastronomischen Gründen nicht an.
Für den Fall, dass Sie einen speziellen Weichspülerduft bevorzugen oder eine bestimmte Kosmetikmarke verwenden, so bitten wir Sie, diese selbst mitzubringen.
Weiterhin benötigen Sie unter Umständen ein Aufbewahrungsmittel für Kontaktlinsen und Ihre Lesebrille (Anmeldebogen).
Sofern Sie es vorziehen, in Badekleidung zu floaten, bietet sich eine Plastiktüte oder vergleichbares mitzubringen, damit beim Transport nach Hause nicht alles durchnässt wird.
Natürlich sollten Sie Ihren Gutschein bzw. Ticket, sofern Sie kein anderes gültiges Zahlungsmittel verwenden wollen, nicht vergessen mitzuführen.
"Hat das Floaten einen langfristigen Effekt auf mich?"
Das Flaoten hat wissenschaftlich belegte Auswirkungen auf den menschlichen Körper.
Bereits mit dem ersten Floaten wird der Körper in der Regeneration oder bspw. bei der Stressreduktion unterstützt.
Unter Einbezug von Therapeuthen oder ärtzichen Fachpersonal können sich auch positive Effekte bei chronischen Krankheitsbildern einstellen.
Voll und in Gänze kann das Floaten jedoch erst seine Wirkung entfalten, wenn man regelmäßig in gewissen zeitlichen Abständen sich diesem hingibt.
Unsere Stammgäste haben die erfahrung gemacht, dass:
- Beim ersten Floaten man erst einmal für sich entscheiden muss, ob es einem grundsätzlich zusagt oder eben nicht.
- Floaten auch von der individuellen Tagesform und persönlichen Verfassung abhängt.
- Durchaus bis zu 5 Floattermine gebraucht werden, um seinen eigenen Rhythmus zu finden.
Aus den Rückläufern können wir sagen, dass ein regelmäßiges Floaten monatlich bis einmal im Quartal die besten Ergebnisse erzielen.




