Ein Weg zu Entspannung, Balance und neuer Energie.

unbekannt

Shiatsu – Energie in Bewegung. Tiefe durch Berührung.

Shiatsu bedeutet wörtlich „Fingerdruck“ (shiatsu 指圧) – und das beschreibt genau, womit gearbeitet wird: mit den Händen, Daumen, Handballen und dem eigenen Körpergewicht. Entstanden in Japan, wurzelt Shiatsu in den Grundlagen der chinesischen Medizin: Es arbeitet entlang der Meridiane – jener Energiebahnen, auf denen das Qi durch den Körper fließt.

Im Zentrum der Shiatsu-Behandlung steht die Blasenleitbahn (Tai Yang) – die längste Leitbahn des Körpers, die von der Stirn über den gesamten Rücken und beide Beine bis zu den kleinen Zehen verläuft. Sie steht in enger Verbindung mit der Wasserphase und dem Thema der Wurzel: Lebenskraft (Jing), Willenskraft (Zhi) und innere Stabilität. Wenn der Rücken trägt, kann sich die Seele aufrichten.

Shiatsu ist keine Massage im klassischen Sinn. Es gibt kein Gleiten, kein Öl, keine Muskelbearbeitung als Selbstzweck. Stattdessen: ruhiger, perpendikular wirkender Druck, Dehnung, und das bewusste Halten – ein Qualität, die viele Menschen als besonders tief empfinden.

 

Wirkungsweise

Die japanische Akupressur- und Druckpunktmassage ist ideal, wenn Sie:

  • Stress abbauen und tiefer entspannen möchten, um das ganzheitliche Wohlbefinden zu steigern,
  • Verspannungen lösen und den Körper beweglicher machen wollen,
  • innere Ruhe, Klarheit und Vitalität suchen,
  • Durchblutung und Lymphfluss fördern wollen oder bspw.
  • einen achtsamen Ausgleich zu Alltag und Beruf brauchen.

Ablauf

Die Anwendung findet vollständig bekleidet auf einem Behandlungstisch statt.

Zu Beginn – Ankommen und Öffnen
Die erste Phase ist eine sanfte Lockerungsphase: Durch rhythmisches Rollen entlang des Rückens und der Beine wird das Gewebe eingeladen, loszulassen. Der Impuls geht in den Körper – und wenn er zurückkommt, wird er aufgefangen. Dieser Dialog zwischen Geben und Empfangen setzt sich durch die gesamte Anwendung fort.

In Bauchlage – Die große Reise nach unten
Die eigentliche Arbeit beginnt an der Blasenleitbahn des Rückens: mit dem Handballen und mit dem Daumen – langsam, bewusst, in die Tiefe. Dieser Weg setzt sich fort zu den Beinen bis zu den Füßen. Die Fußsohlen werden besonders bedacht: Die Ballen werden gedehnt, die Sohle geknetet – hier enden und beginnen zentrale Energiebahnen.

In Rückenlage – Der Weg nach oben
Nach dem Wechsel in die Rückenlage geht es weiter an Nacken und Schädel. Gerade Hals und Nacken, der Bereich, der Kopf und Schulter verbindet und oft als Speicher von Anspannung und unausgesprochenen Themen gilt – wird sanft begleitet. Besondere Aufmerksamkeit bekommen Akupressurpunkte am Nacken und an der Schulter): klassische Orte für angestautes Qi, für Druck und Überverantwortung.

Der Abschluss – Klärung am Scheitel
Eine leichte Stimulation an der Stirn beschließt die Anwendung: Der Weg von der Erde zum Himmel ist vollständig.

45 Minuten: Vollständige Anwendung wie beschrieben – konzentriert, in sich ruhend.
90 Minuten: Mehr Raum und Tiefe an jedem Abschnitt, längere Haltezeiten, stärkere Integration – für Menschen, die mehr Zeit für sich mitbringen möchten.

Termine & Anwendungsdauer

Bitte bringen Sie bequeme Kleidung mit, die nicht einengt, und verzichten Sie möglichst auf Schmuck oder Uhren. Piercings können bleiben, wenn sie nicht stören.

Planen Sie insgesamt rund 75 bzw. 135 Minuten für eine Anwendung (45 bzw. 90 Minuten reine Anwendungszeit) ein.

Einen entsprechenden Termin können Sie aktuell bei uns nur dienstags oder nach Absprache erhalten.

Eine Reservierung kann eigenständig über unseren Termin-Kalender vorgenommen werden.

Die entsprechende Anwendung befindet sich in der Kategorie „Anwendungen TCM“.

Einen individuellen Termin erhalten Sie auch gerne nach persönlicher Absprache. Richten Sie Ihre Anfrage hierzu bitte an: joachim@manuelles-coaching.de

Was sollte ich beachten?

Kleidung: Du bleibst während der gesamten Anwendung vollständig bekleidet. Ideal ist bequeme, bewegungsfreundliche Kleidung ohne enge Säume: Yogahose, Sportleggins, lockeres Shirt oder Hemd. Jeans funktionieren weniger gut.

Schmuck: Bitte Uhren, Armbänder und Ketten am Hals ablegen. Ohrringe sind kein Problem.

Essen: Bitte mindestens 1,5–2 Stunden vorher keine schwere Mahlzeit. Ein leichter Snack ist in Ordnung.

Schuhe & Socken: Schuhe werden zu Beginn ausgezogen. Socken sind erlaubt – die Füße werden durch die Socken hindurch behandelt.

Allgemeines: Bitte komm entspannt und mit etwas Puffer vor der Anwendung an. Nach der Anwendung empfiehlt sich etwas Ruhe und ausreichend Wasser.

 

Frau mit erhobenem Zeigefinger hat Geistesblitz

Über mich, Joachim Klühspies

Seit über 30 Jahren beschäftige ich mich mit den japanischen Kampfkünsten und habe zugleich fundierte Ausbildungen in Shiatsu, japanischer Akupunktur und Tuina absolviert. Ergänzend arbeite ich mit Methoden wie Gua Sha oder der Akupressur mit Kristall-Massagestäben.

Mein Hintergrund

  • Shiatsu-Ausbildung (1994–1998) an der Freien Akademie für Shiatsu, Würzburg
  • Traditionelle Chinesische Medizin & Akupunktur (2012–2020) am Umed Institut, Frankfurt
  • Japanische Akupunktur nach Meister Nagano und Kiiko Matsumoto (DAEGfA & TCM-Klinik Steigerwald, Geroldshofen)
  • Tuina Anmo – chinesische Massagetechnik
  • Intensivkurs Altchinesische Medizin (2022–2025) an der Akademie für altchinesische Medizin, mit Schwerpunkten in Theorie, Praxis und Methoden wie Gua Sha
  • Mitglied der DAEGfA und der AGTCM

Häufig gestellte Fragen

Kein Heilversprechen
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die auf dieser Webseite vorgestellten Methoden, Therapien und Anwendungen kein Heilversprechen darstellen. Es kann weder eine Linderung noch eine Besserung eines Krankheitszustandes abgeleitet, garantiert oder zugesichert werden.
Die Inhalte dienen ausschließlich der Information und ersetzen in keinem Fall die Untersuchung, Diagnose oder Behandlung durch einen Arzt, Psychotherapeuten oder Heilpraktiker. Bestehende medizinische Behandlungen sollten nicht ohne Rücksprache mit dem behandelnden Mediziner abgebrochen oder verändert werden. Die Nutzung der bereitgestellten Informationen erfolgt auf eigene Verantwortung des Nutzers.
„Warum wird Shiatsu am bekleideten Körper durchgeführt?“

Antwort aus der Praxis: Im Shiatsu arbeiten wir viel mit Dehnungen, Rotationen und tiefem Druck. Bequeme Kleidung ermöglicht volle Bewegungsfreiheit und sorgt dafür, dass Sie sich sicher und geborgen fühlen, was die Entspannung vertieft.

Wissenschaftliche Erklärung: Das Tragen von Kleidung minimiert den direkten Hautreiz (Taktile Stimulation) und fokussiert die Wahrnehmung auf den Tiefendruck (Propriozeption). Dieser tiefe, statische Druck wirkt beruhigend auf das limbische System im Gehirn, welches für die emotionale Bewertung von Reizen zuständig ist.

„Was bewirkt der Druck mit Daumen, Handballen und Knien genau?“

Antwort aus der Praxis: Durch den Druck lösen wir energetische Blockaden in den Meridianen (Energiebahnen). Das regt die Selbstheilungskräfte an und bringt gestaute Energie wieder zum Fließen.

Wissenschaftliche Erklärung: Aus westlicher Sicht handelt es sich um Akupressur. Der Druck stimuliert mechanische Rezeptoren in der Haut und den Faszien. Dies führt zur Ausschüttung von Endorphinen und Enkephalinen (körpereigene Schmerzmittel), die die Schmerzleitung im Rückenmark hemmen (Gate-Control-Theorie).

„Warum fühle ich mich nach Shiatsu oft emotional bewegt oder sehr müde?“

Antwort aus der Praxis: Shiatsu arbeitet nicht nur am Körper, sondern auch an der Seele. Wenn sich körperliche Verspannungen lösen, kommen oft auch festgehaltene Emotionen ins Fließen. Das ist ein wichtiger Teil des Heilungsprozesses.

Wissenschaftliche Erklärung: Shiatsu aktiviert den Vagusnerv, den Hauptnerv des Parasympathikus. Dies bewirkt eine massive Senkung des Sympathikotonus (Stresslevel). Wenn der Körper von „Überlebensmodus“ auf „Regeneration“ umschaltet, können unterdrückte emotionale Spannungen verarbeitet werden, was das Gehirn kurzzeitig ermüdet.

„Hilft Shiatsu bei chronischen Rückenschmerzen?“

Antwort aus der Praxis: Ja, sehr gut. Shiatsu betrachtet den Rücken nicht isoliert. Wir arbeiten oft an den Beinen oder am Becken, um die Ursache der Spannung im Rücken zu lösen und die Körperhaltung zu verbessern.

Wissenschaftliche Erklärung: Durch die Kombination aus Druck und passiven Dehnungen werden die Faszien (Bindegewebshüllen) elastischer. Das viskoelastische Gewebe wird durch den Druck „ausgewrungen“ und saugt sich danach mit frischer Gewebeflüssigkeit voll. Dies verbessert die Gleitfähigkeit der Muskelschichten und reduziert mechanische Reize auf die Schmerznerven.

„Ist Shiatsu nur Entspannung oder auch Therapie?“

Antwort aus der Praxis: Beides. Es ist eine anerkannte Komplementärtherapie. Es hilft bei stressbedingten Beschwerden wie Schlafstörungen, Verdauungsproblemen oder Kopfschmerzen, dient aber auch der tiefen Prävention.

Wissenschaftliche Erklärung: Shiatsu beeinflusst das autonome Nervensystem. Durch die rhythmische Arbeit wird die Herzfrequenzvariabilität (HRV) verbessert. Eine hohe HRV ist ein wissenschaftlicher Indikator für eine gute Anpassungsfähigkeit des Körpers an Stress und eine robuste Gesundheit.

„Was sind diese 'Blockaden', von denen immer gesprochen wird?“

Antwort aus der Praxis: In der TCM nennen wir es Stauungen des Qi. Stellen Sie es sich wie einen Stau auf der Autobahn vor – dahinter fließt nichts mehr. Wir lösen den Stau auf, damit die Energie überall hinkommt.

Wissenschaftliche Erklärung: Physiologisch entsprechen diese Blockaden oft Triggerpunkten oder Gewebeadhäsionen (Verklebungen). An diesen Stellen ist die Mikrozirkulation gestört, es herrscht Sauerstoffmangel (Hypoxie) und ein saurer pH-Wert. Der gezielte Druck im Shiatsu erzwingt eine lokale Mehrdurchblutung (reaktive Hyperämie), die das Milieu normalisiert.

„Ist Shiatsu schmerzhaft?"

In der Regel nein. Der Druck ist fest und zielgerichtet – kein Drücken um des Drückens willen. Gelegentlich kann ein Punkt auf Druck reagieren (ein angenehmes „Druck-Kribbeln“), was auf einen wichtigen Bereich hinweist. Wenn etwas unangenehm ist, sag es einfach – die Intensität lässt sich jederzeit anpassen.

„Worin unterscheidet sich Shiatsu von einer klassischen Massage?"

Shiatsu gleitet nicht, sondern hält. Es arbeitet nicht auf der Muskulatur allein, sondern auf Energiebahnen. Der Kontakt ist oft stiller, langsamer – und geht dabei tiefer. Viele Klient:innen berichten von einem Gefühl der Schwere und Ruhe, das einer Tiefenentspannung ähnelt.

„Ich bin schwanger. Kann ich Shiatsu bekommen?"

Bitte informiere mich vorab. Shiatsu in der Schwangerschaft ist grundsätzlich möglich, erfordert aber Anpassungen im Ablauf.

„Werde ich danach müde sein?"

Möglicherweise. Shiatsu kann eine Tiefenentspannung auslösen, die sich manchmal wie leichte Müdigkeit anfühlt. Das ist ein gutes Zeichen – und ein Grund, danach keine intensiven Aktivitäten zu planen.

„Kann ich Shiatsu mit dem Floaten kombinieren?"

Ja – und das ergibt sogar besonders Sinn. Floaten und Shiatsu wirken auf ähnlichen Ebenen: beide laden den Körper ein, loszulassen und in die Wahrnehmung zu kommen. Eine Abfolge aus Shiatsu + Float (oder umgekehrt) kann sich wie ein außergewöhnlich tiefer Reset anfühlen.

Entgegengesetzte Richtungsschilder